Die Aufnahme in die Übergangswohngemeinschaft

Die Aufnahme in die Übergangswohngemeinschaft 2017-02-15T15:38:42+00:00

Das Erstgespräch

Eine telefonische Terminvereinbarung ist notwendig. Das Erstgespräch wird von mindestens zwei Teammitgliedern mit dem Aufnahmewerber geführt. Mit Hilfe eines Aufnahmebogens und bei einem intensiven Gespräch mit dem Interessenten und eventuell seiner Begleitperson, sammelt das Team die für eine Entscheidung notwendigen Informationen und macht sich einen Eindruck von der Situation des Betroffenen. Das Haus und das Hilfsangebot werden vorgestellt, damit sich der Interessent auch ein Bild machen kann.

Das Team trifft die Entscheidung über eine mögliche Aufnahme in den darauffolgenden Tagen, ebenso wird der Interessent darum ersucht, sich seine Entscheidung genau zu überlegen und dann telefonisch bekannt zu geben.

Als Voraussetzung für eine Aufnahme müssen erfüllt sein:

  • Freiwilligkeit
  • Kooperationsbereitschaft
  • Nutzung des Betreuungsangebotes
  • Akzeptanz der Hausordnung
  • Kostenübernahme durch einen Sozialhilfeträger

Die Aufnahme erfolgt vorerst für einen Monat (Orientierungsphase). Ein weiterer Verbleib ist mit maximal 12 Monaten begrenzt und wird in Form einer Betreuungsvereinbarung mit dem/r HausbewohnerIn strukturiert und fallweise (bei Bedarf) verlängert.

Notaufnahme

Eine Notaufnahme ohne diese „Bedenkzeit“ ist nur in Ausnahmefällen möglich.

Die Aufnahme

Der Einzug erfolgt FREIWILLIG!

  • Beim Einzug in die Überganswohngemeinschaft wird mit dem neuen Hausbewohner ein Sozialhilfeantrag (gem. §20  NÖSHG) für die Kostenübernahme der Unterbringung und Betreuung ausgefüllt und bei der Bezirkshauptmannschaft Melk eingereicht.
  • Fehlt eine Krankenversicherung so wird im Rahmen des Mindestsicherungsgesetzes um Übernahme der Versicherungskosten angesucht.
  • Der Hauptwohnsitz des Hausbewohners wird auf die Adresse Winden 24, 3390 Melk umgemeldet.
  • Für das Zimmer erhält der Hausbewohner einen eigenen Schlüssel (gegen Erlag einer Schlüsselkaution von € 21,-), der die Zimmertür und die Haustür sperrt. Wir haben 18 Plätze im Haus, davon 14 Einbettzimmer und 4 in zwei Doppelzimmern.
  • Der Hausbewohner verpflichtet sich zur Einhaltung der Hausordnung.
  • Es wird gemeinsam mit dem Bewohner eine genaue Anamnese erstellt und es wird auch eine Reihe von psychologischen Tests angeboten. Die materiellen, finanziellen, persönlichen und sozialen Grundbedingungen werden abgeklärt.
  • Der Hausbewohner meldet sich (wenn arbeitsfähig) am Arbeitsamt arbeitssuchend, um eine etwaige Versicherungsleistung und die Vermittlungsdienste in Anspruch nehmen zu können.
  • Das BetreuerInnenteam unterstützt den Hausbewohner bei der Eingewöhnung in die Hausgemeinschaft. Die anderen Hausbewohner beteiligen sich aktiv an der Eingliederung des „Neuen“.
  • Bei den beiden Konsiliarärzten des Vereins werden Termine für die allgemeinmedizinische und fachärztliche Anamnese und Beratung vereinbart und vom neuen Hausbewohner dementsprechend wahrgenommen.
  • Die Aufenthaltsdauer wird je nach Bedarf festgelegt. In der Regel wird sie für maximal ein Jahr genehmigt und kann auf Antrag verlängert werden.
  • Für den Aufenthalt wird nach dem ersten beitragsfreien Monat ein monatlicher Hauskostenbeitrag des Klienten festsetzen, der je nach Einkommen, Ansparleistungen und Schuldentilgung des Klienten zwischen € 0,- und € 196,20- liegt.
  • Bei Einkommenslosigkeit wird der Betrag zur Deckung persönlicher Bedürfnisse gem. NÖSHG zur Verfügung gestellt.